Kap Lindesnes ist der südlichste Punkt Norwegens, doch oft nicht so bekannt wie sein Gegenpol das Nordkapp. Leider zu unrecht. Denn hier wird jede Menge geboten, für die kleinen und großen Entdecker unter Euch.

Das Südkapp Norwegens lässt sich schnell und einfach erreichen, gerade wenn Ihr über Nord-Dänemark anreist. Generell bieten auch die südlichen Regionen viele bekannte Sehenswürdigkeiten und schöne Städte.

Von Kristiansand lässt sich das Kap Lindesnes in gerade mal 1,5 Autostunden über die E39 erreichen. Ab dem Ort Vigeland schlängelt sich die Route weiter auf der Straße 460, die teils sehr schmal und eng ist, runter bis zum Kap Lindesnes.

Leuchtturm Lindesnes Fyr

Der südlichste Punkt Norwegens wird durch den Leuchtturm Lindesnes Fyr markiert. Er ist sogar der älteste Leuchtturm in ganz Norwegen und wurde 1656 erbaut. Im Jahr 2004 wurde das Areal um den Leuchtturm zu einem Freilichtmuseum umgestaltet. Außerhalb der Öffnungszeiten ist der Eintritt zum Leuchtturm frei. Selbst dann ist der Leuchtturm nicht verschlossen und lässt sich von innen besichtigen.

Lindesnes Fyr
Leuchttrum “Lindesnes Fyr”

Die Aussicht oben vom Leuchtturm ist traumhaft. Wir hatten wolkenlosen, strahlend blauen Himmel und das Wasser glitzerte soweit das Auge reicht. Hier solltet Ihr unbedingt in den Abendstunden vorbei schauen und auf den Felsen ein Bierchen oder einen Wein trinken.

Museum, Souvenirshop und Café

Auf dem Gelände unterhalb des Leuchtturm wurde eine große Halle in die Felsen hineingebaut. Dort befindet sich ein Museum mit diverse Ausstellungen zur Geschichte und Entwicklung des Leuchtturms. In einen kleinen Kinosaal werden Filmvorführungen angeboten. Soweit ich weiß, allerdings nur in norwegischer Sprache.

Museum Kap Lindesnes
Museum “Kap Lindesnes”

In dem gemütlichen Café kann man sich bei Gebäck und einem heißen Getränk eine kleine Pause gönnen.

Der Souvenirladen bietet nicht nur die typisch-norwegischen Mitbringsel an, sondern auch hochwertige Geschenkideen.

Leider haben die Deutschen im 2. Weltkrieg an sehr vielen Stellen in Norwegen ihre Spuren hinterlassen. So lassen sich heute noch auf dem Gelände Teile eines deutschen Forts besichtigen.

Stellplatz für Wohnmobile und Wohnwagen

Auf dem großen Parkplatz des Kap Lindesnes befindet sich sogar ein offizieller Stellplatz für Wohnmobile und Wohnwagen. Trotz Parkplatz-Atmosphäre liegt dieser Stellplatz wunderschön in der Natur zwischen den Felsen. Hier gibt es allerdings keine Ver- und Entsorgungsmöglichkeit.

Wohnmobilstellplatz
Stellplatz für Wohnmobile und Wohnwagen

Die Übernachtung kostet 100 NOK. Dieser Betrag kann entweder bar in einem Umschlag bezahlt werden, der in den Briefkasten gelegt wird, oder online auf www.lindesnesfyr.no.

Preise Stellplatz Kap Lindesnes

Zudem bietet die Übernachtung vor Ort die Möglichkeit, vergünstigt zwei Tickets für das Museum für 50 NOK pro Person zu erwerben.

Wanderwege

Die Umgebung bietet viele Wanderwege, manche von ihnen sind auch markiert. Allerdings sollte hier festes Schuhwerk getragen werden, denn die Wege führen hauptsächlich über felsiges Gelände. Die Wiese zwischen den Festgesteinen sind sehr sumpfig. Für manch einen ist die Gegend auch ein kleines Kletterparadies. Es gibt genügend steile Felswände, die zum freien Klettern einladen.

Peter mit den Hunden

Es lohnt sich auf jeden Fall, die Gegend zu Fuß zu erkunden und den ein oder anderen Felsen hinauf zu klettern. Die Aussicht belohnt auf jeden Fall für die Anstrengungen.

Fantastische Ausblicke bieten die Gipfel der Felsen

Beim Kap Lindesnes beginnt die ganz bekannte Fern-Wanderung “Norge på langs”. Diese Wanderung führt ca. 2500 km bis zum Nordkapp. Die Wanderstrecke bis zur Nordspitze Norwegens ist nicht markiert; jeder Wanderer sucht sich seine eigene Strecke bis zum nördlichsten Ende Europas. Ende April oder Anfang Mai starten die meisten Wanderer hier am Südkap, auf ihre große Reise. Meist erreichen Sie ihr Ziel das Nordkapp im Oktober.

2518 km bis zum Nordkapp

Tipps mit Hund

Wer hier mit seinem Hund wandern gehen möchte, sollte darauf achten, dass dieser körperlich fit ist und über genügend Trittsicherheit verfügt. Die Pfotenballen sollten entweder genügend robust sein oder zum Schutz sollte der Hund Hundeschuhe* z.B. von Ruffwear tragen.

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Über mich

Sandra

Hej, ich bin ein großer Fan von Skandinavien und liebe es jedes Jahr mit meinen Hunden für mehrere Wochen durch das Nordland zu reisen. Natürlich darf die Kamera dabei auch nicht fehlen, um die Erlebnisse für Euch festzuhalten. In diesem Blog möchte ich Euch Wanderungen und Reisetipps vorstellen, die wir bereits mit unseren Hunden gemacht haben.

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